Interpellation "Massnahmen bei zukünftigen Trockenperioden"
- Geschäftsart
- Interpellation
- Status
- Begründet
- Datum
- 18. September 2026
- Verfasser/Beteiligte
- Galeuchet Barbara (Erstunterzeichner/-in), Berner Dominik (Mitunterzeichner/-in), Calvo Salgado Dr. Luis M. (Mitunterzeichner/-in), Denzler Christoph (Mitunterzeichner/-in), Humbel Manuel (Mitunterzeichner/-in), Kägi Larissa (Mitunterzeichner/-in), Nievergelt Nadia (Mitunterzeichner/-in), Rigoli Daniela (Mitunterzeichner/-in), Zumstein Reto (Mitunterzeichner/-in)
- Beschreibung
Interpellation:
Der Stadtrat wird gebeten, die untenstehenden Fragen zu beantworten. Kernthema ist die Frage, ob Bülach über eine umfassende, abgestufte Strategie und Priorisierung für den Umgang mit Wasserknappheit verfügt und ob diese gegebenenfalls weiterentwickelt werden soll.
Begründung:
Der Sommer 2026 hat eindrücklich gezeigt, wie stark Hitze und Trockenheit die Wasserressourcen und Gewässer belasten können. Zahlreiche Gewässer führten sehr wenig Wasser oder trockneten teilweise aus.
Die Stadt Bülach hat bereits wichtige Massnahmen für einen nachhaltigen Umgang mit Wasser ergriffen. Insbesondere die Förderung des Schwammstadt-Prinzips und der Entsiegelung sind ausdrücklich zu begrüssen.
Gleichzeitig stellt sich die Frage, ob Bülach angesichts häufiger und intensiver werdender Trockenperioden über eine ausreichende Strategie für den Umgang mit Wasserknappheit verfügt. Eine vorausschauende Wasserstrategie sollte nicht erst bei einer schweren Mangellage greifen, sondern frühzeitig festlegen, wann und wie der Wasserverbrauch reduziert werden kann.
Der Sommer 2026 bietet deshalb Anlass, die bestehenden Grundlagen zu überprüfen und gegebenenfalls einen transparenten, abgestuften Massnahmenplan für zukünftige Trockenperioden zu entwickeln.
Fragen:
1. Bestehende Grundlagen und Strategien
Welche Konzepte, Planungen und Regelungen bestehen in Bülach heute für den Umgang mit länger anhaltender Trockenheit und Wasserknappheit? Insbesondere soll aufgezeigt werden, welche Bedeutung dabei dem Generellen Wasserversorgungsprojekt (GWP), das sich in der periodischen Ueberarbeitung befindet (siehe Stadtratsbeschluss Nr. 456, 14. Dezember 2022, Antwort auf Anfrage von Parlamentarier Reto Zumstein betreffend Trinkwasserversorgung und Qualität), dem Nachweis der Wasserversorgung in schweren Mangellagen sowie weiteren kommunalen Planungen zukommt.
2. Welches sind in Bülach die grössten Wasserverbraucher und wer darf allenfalls das Grundwasser bzw. Gewässer anzapfen?
3. Frühwarnsystem und Schwellenwerte
Welche Parameter werden durch die Wasserversorgung überwacht, um eine zunehmende Wasserknappheit frühzeitig zu erkennen? Welche Schwellenwerte oder Kriterien lösen eine verstärkte Beobachtung beziehungsweise konkrete Massnahmen aus?
4. Abgestufte Wassersparmassnahmen
Verfügt die Stadt über einen abgestuften Massnahmenplan und eine Priorisierung für Trockenperioden? Falls ja, welche Massnahmen sind in den verschiedenen Stufen vorgesehen und ab welchen Kriterien werden diese ausgelöst?
Dabei soll insbesondere aufgezeigt werden, ob und unter welchen Voraussetzungen beispielsweise
- öffentliche Aufrufe zum sparsamen Umgang mit Wasser,
- Einschränkungen der Bewässerung von Rasen und Gärten,
- Einschränkungen der Bewässerung öffentlicher Grünflächen,
- Einschränkungen des Füllens privater Schwimmbäder,
- Einschränkungen weiterer nicht zwingender Verwendungen von Trinkwasser (bspw. zum Autowaschen)
- Nutzung von Trinkwasser für die Landwirtschaftliche Bewässerung
vorgesehen sind.
5. Situation im Sommer 2026
Wie beurteilt der Stadtrat rückblickend die Wassersituation im Sommer 2026? Nach welchen Kriterien wurde im Sommer 2026 auf Wassersparaufrufe oder verbindliche Einschränkungen verzichtet?
6. Klimawandel und zukünftige Versorgungssicherheit
Wie berücksichtigt die aktuelle Planung der Wasserversorgung die erwartete Zunahme längerer und intensiverer Trockenperioden infolge des Klimawandels? Ist die heutige Planung hinsichtlich Wasserangebot, Verbrauchsentwicklung und Klimaszenarien noch ausreichend oder besteht Anpassungsbedarf?
7. Wasser sparen und alternative Wasserquellen
Welche Möglichkeiten sieht der Stadtrat, den Trinkwasserverbrauch langfristig zu reduzieren und für geeignete Anwendungen vermehrt Regenwasser oder anderes Nichttrinkwasser einzusetzen? Wie beurteilt der Stadtrat das grosse Potential der privaten Regenwassernutzung und welche Schritte sind in dieser Richtung geplant? Gibt es Überlegungen, das Wasser nach der Kläranlage statt in die Glatt zu leiten, versickern zu lassen, sodass es in einem lokalen Kreislauf bleibt oder es für die Landwirtschaft nutzbar zu machen?
8. Kommunikation und Zuständigkeiten
Wer ist innerhalb der Stadt für die Beurteilung einer zunehmenden Wasserknappheit, für die Anordnung allfälliger Einschränkungen und für die Information der Bevölkerung zuständig? Bestehen hierfür vorbereitete Prozesse und Kommunikationsabläufe?
- Behörde
- Stadtrat
| Name | ||||
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| Interpellation_Massnahmen bei zukünftigen Trockenperioden_Barbara Galeuchet (PDF, 27 kB) | Download | 0 | Interpellation_Massnahmen bei zukünftigen Trockenperioden_Barbara Galeuchet |
| Datum | Sitzung |
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