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Die Passerelle - ein eleganter Schwung über die Gleise.
Visualisierung der neuen Passerelle

Die Passerelle ist ein Projekt der Stadt Bülach und der Grundeigentümerschaften im Glasi und Guss. Die SBB begleiten das Vorhaben aktiv.

Mit dem Gestaltungsplan für Bülach Nord hat das Stadtparlament eine Passerelle für Bülach beschlossen und dem Stadtrat die entsprechenden Kompetenzen für die Planung und Umsetzung übertragen.

Die Passerelle hat gemäss Eisenbahngesetz den Status eines nationalen Infrastrukturprojekts. Das Bundesamt für Verkehr hat die Passerelle bewilligt.

Aktuell

Der Bau der Passerelle geht in die zweite Hälfte. Die Bauarbeiten laufen seit Ende Juni 2025. Das Projekt ist terminlich und finanziell auf Kurs. Die Eröffnung der Passerelle ist für Sommer 2027 vorgesehen. Der Schwerpunkt der Bauarbeiten wird sich in den kommenden Monaten auf die Montage der Stahlbrückenteile verlagern.

Für verschiedene Arbeitsschritte sind aus Sicherheitsgründen auch in den Monaten Juni, Juli und August Nachtarbeiten erforderlich. Die genauen Termine können aufgrund des Baufortschritts weiterhin nur kurzfristig festgelegt werden. Entsprechende Zeitfenster wurden den SBB vorsorglich reserviert. Die Nachtarbeiten beginnen in der Regel um 20.00 Uhr und dauern bis etwa 5.00 Uhr. Einzelne Arbeiten können kürzer ausfallen oder gegebenenfalls verschoben werden.

Im August startet die Montage der Stahlbrückenteile. Dazu werden in einer ersten Phase drei Brückenelemente vom Werk der Stahlbauunternehmerin in Rapperswil-Jona mit Spezialtransporten über die Strasse angeliefert. Ein grosser Pneukran, der auf dem Freiverlad-Areal installiert wird, hebt die Elemente in die vorbereiteten Auflager. Die Montage startet beim Haus T in Richtung Westen.

Für die Arbeiten der ersten Montagephase sind folgende Wochenend-Zeitfenster vorgesehen:

  • Freitag, 14. August, ab 12.00 Uhr bis Montag, 17. August, 12.00 Uhr;
  • Freitag, 28. August, ab 12.00 Uhr bis Montag, 1. September, 12.00 Uhr;
  • Freitag, 18. September, ab 12.00 Uhr bis Montag, 21. September, 12.00 Uhr

Der eigentliche Einhub der Brückenelemente erfolgt jeweils in der Nacht von Freitag auf Samstag. Während der oben aufgeführten Wochenenden ist die Fusswegverbindung über das Areal des Freiverlads gesperrt. Eine signalisierte Umleitung über die Schaffhauserstrasse steht zur Verfügung. Während des Einhubs schwenkt der Kran die Brückenelemente über den unteren Teil der Glashüttenstrasse. Aus Sicherheitsgründen werden die Glashüttenstrasse sowie die Zu- und Wegfahrt der Tiefgarage Glasi jeweils für rund 15 Minuten gesperrt. Die Montagearbeiten verursachen voraussichtlich keine aussergewöhnlichen Lärmbelastungen.

Die Stadt Bülach ist sich bewusst, dass die Nachtarbeiten und die damit verbundenen Einschränkungen für die Anwohnerinnen und Anwohner mit Unannehmlichkeiten verbunden sind. Allen Projektbeteiligten bemühen sich nach Kräften, die Beeinträchtigungen auf ein Minimum zu beschränken und bedanken sich bei den Betroffenen für das Verständnis und die Geduld.

Hintergrund und Ausgangslage

Die Passerelle wird ein Gewinn für Bülach. Sie ist ein wichtiges Infrastruktur-Puzzleteil, um die Stadtteile im Norden komplett zu machen. Sie schliesst Glasi und Guss an den Bahnhof, ans Stadtzentrum, ans Naherholungsgebiet Spitalwald und an die öffentlichen Dienstleistungen im Westen von Bülach an (Spital, Sportzentrum Hirslen).

Die Passerelle lässt Bülach als Stadt zusammenwachsen. Es entstehen neue, direkte Verbindungen zwischen den verschiedenen Bülacher Stadtteilen im Norden, im Westen und im Zentrum. Die Anbindung an den öffentlichen Verkehr wird besser und barrierefrei. Die Passerelle wird für die nächsten 100 Jahre eine grosszügige Promenade über die Gleise und ein städtebauliches Stadttor für die einfahrenden Züge.

Termine und Kosten

Die Bauarbeiten starteten Ende Juni 2025. Bis Ende September 2025 wurden die Zugänge bei der Nordstrasse und beim Haus T errichtet. Aktuell und bis Ende August 2026 finden die Arbeiten an den Stützen und Treppenkonstruktionen zwischen den Gleisen auf den Perrons statt. Ab Mitte August bis Ende Dezember 2026 werden die Stahlbrücken-Teile über die Gleise montiert. Ab Januar 2027 bis Ende Juni 2027 stehen die Schlussarbeiten an. Der Bau der Passerelle ist äusserst aufwändig und komplex. Er findet unterlaufendem Bahnbetrieb und bei rund 260 Zugdurchfahrten pro Tag statt.

Die Projektkosten belaufen sich auf 28,5 Millionen Franken. Die Stadt Bülach investiert 19,44 Millionen Franken. 4,76 Millionen Franken werden durch das Agglomerationsprogramm des Bundes übernommen. Die Grundeigentümerschaften in Glasi und Guss beteiligen sich mit 4,3 Millionen Franken.

Emissionen, Nacht- und Wochenend-Arbeiten, Einschränkungen

Die Bauleitung und alle Baubeteiligten bemühen sich, die Emissionen und Einschränkungen für die Anwohnerschaft und die Bahnreisenden so gering wie möglich zu halten. 

Aufgrund der hohen Komplexität des Bauvorhabens zwischen und über den Gleisen müssen aus Sicherheitsgründen für gewisse Arbeitsschritte Gleise gesperrt und die Fahrleitungen ausgeschaltet werden. Um den Bahnbetrieb im Zürcher Unterland dabei nicht zum Erliegen zu bringen, werden diese Arbeiten in der Nacht und an Wochenenden ausgeführt.

Die Stadt Bülach informiert hier auf der Website möglichst frühzeitig über anstehende Nacht- und Wochenend-Arbeiten.

Einschränkungen bei den Zug- und Busverbindungen am Bahnhof Bülach sind nicht zu erwarten. Wie immer hilft zur Sicherheit vor Antritt einer Reise ein Blick in den Online-Fahrplan auf sbb.ch oder in der SBB Mobile App.

Der temporäre Durchgang für Fussgängerinnen und Fussgänger über das Areal des Freiverlads bleibt während der Bauzeit grundsätzlich offen. Es kann sein, dass der Durchgang im Bauverlauf aus Logistik- oder Sicherheitsgründen für einzelne Tage oder Wochen geschlossen werden muss.

Anmeldung für Newsletter

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