Budget 2026 - Stadtrat setzt auf Investitionen und stabile Finanzen
Das Budget der Erfolgsrechnung sieht einen Ertragsüberschuss von 67 948 Franken vor; bei einem Aufwand von 203 269 369 Franken und einem Ertrag von 203 337 317 Franken. Darin enthalten sind 6,3 Millionen Franken für die finanzpolitische Reserve. Die finanzpolitische Reserve dient zur Finanzierung der Investitionen.
Die Globalbudgets der Ressorts steigen gegenüber dem Vorjahresbudget um rund 4,9 Prozent (5,1 Millionen Franken). Gleichzeitig erhöht sich die Finanzierung um 5,3 Prozent (5,8 Millionen Franken), sodass die Erfolgsrechnung weiterhin ausgeglichen bleibt.
Steuereinnahmen und Finanzausgleich entwickeln sich positiv
Für 2026 rechnet die Stadt mit Steuererträgen von 77 Millionen Franken. Das sind 4,6 Millionen Franken mehr als im Vorjahr. Die Grundstückgewinnsteuern sind mit 10,6 Millionen Franken budgetiert. Der Finanzausgleich steigt auf 36,8 Millionen Franken (+3,5 Millionen Franken), gestützt auf die Steuerkraft Bülachs und das erwartete kantonale Mittel.
Wachstum erfordert Investitionen in Infrastruktur
Bis Ende 2026 wird Bülach voraussichtlich rund 25 200 Einwohnerinnen und Einwohner zählen – das sind 7700 mehr als vor 15 Jahren. Die Zahl der Kindergarten- und Primarschulkinder steigt im gleichen Zeitraum um 845 auf über 2200. Dieses Wachstum macht umfangreiche Investitionen in Bildung, Sport und Erholung notwendig.
Die Investitionen steigen entsprechend stark an: Während sie zwischen 2016 und 2024 durchschnittlich 23 Millionen Franken pro Jahr betrugen, sind für 2025 und 2026 92 und 79 Millionen Franken vorgesehen – mehr als das Dreifache des bisherigen Durchschnitts. Nach Abschluss der Schulbauten und der Fussgängerpasserelle über die SBB-Geleise liegt der nächste Schwerpunkt auf dem Neubau des Sportzentrums Hirslen und der Entwicklung des Gebiets Erachfeld. Diese Projekte schaffen einen direkten Mehrwert für die Bevölkerung und stärken Bülach als attraktives Zentrum im Zürcher Unterland.
Verschuldung steigt – Stadtrat handelt vorausschauend
Die Investitionen im Verwaltungsvermögen belaufen sich 2026 auf 78 Millionen Franken. Davon können 19 Millionen Franken (24 %) mit Eigenmitteln finanziert werden. Für den verbleibenden Betrag ist eine Fremdfinanzierung notwendig, wodurch die Schulden bis Ende 2026 auf voraussichtlich 162 Millionen Franken ansteigen.
Steuerfussanpassung zur Sicherung der Investitionsfähigkeit
Trotz stabiler Rechnungsabschlüsse seit 2017 ist eine Steuerfussanpassung notwendig – nicht zur Deckung des laufenden Betriebs, sondern zur Finanzierung der umfangreichen Investitionen. Der Stadtrat verfolgt mit der Strategie «Nachhaltiger Umgang mit der Verschuldung» das Ziel, die Schuldenentwicklung aktiv zu steuern. Diese Strategie sieht eine Steuerfussanpassung vor, wenn die budgetierten Schulden im allgemeinen Haushalt bestimmte Schwellenwerte überschreiten. Mit der prognostizierten Verschuldung von 162 Millionen Franken wird die Schwelle von 150 Millionen Franken Ende 2026 überschritten.
Die daraus resultierenden Mehreinnahmen von 6,3 Millionen Franken fliessen vollständig in die finanzpolitische Reserve und dienen somit direkt der Investitionsfinanzierung. Die Entscheidung über den Steuerfuss liegt beim Stadtparlament.
Das Budget 2026 wird unter www.buelach.ch/aktuell zur Verfügung gestellt.
Marcel Peter
Stadtschreiber a.i.
Tel. 044 863 11 20
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| Finanz- und Aufgabenplan 2025-2029 (PDF, 2.47 MB) | Download | 0 | Finanz- und Aufgabenplan 2025-2029 |
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