Eichenprozessionsspinner im Freibad entdeckt – Vorsorgliche Sperrung von Flächen
Hintergrund zum Eichenprozessionsspinner
Der Eichenprozessionsspinner ist eine Schmetterlingsraupe, die vor allem Eichenbäume befällt. Die Raupen bewegen sich in charakteristischen „Prozessionen“ fort und bilden Gespinste an Stämmen und in Baumkronen.
Besonders problematisch sind die feinen Brennhaare der Raupen. Diese enthalten ein Nesselgift, das bei Menschen und Tieren gesundheitliche Beschwerden auslösen kann. Dazu gehören Hautreizungen, Juckreiz, Atemwegsbeschwerden sowie in seltenen Fällen allergische Reaktionen. Die Brennhaare können durch den Wind verbreitet werden und bleiben auch nach dem Verlassen der Nester über längere Zeit wirksam.
Die Raupen sind je nach Witterung mehrere Wochen aktiv (meist Mai bis Juli). Die Brennhaare bleiben zudem lange gefährlich – auch nach der Entfernung der Nester. Deshalb wird der Bereich oft erst nach kompletter Reinigung wieder freigegeben.
Dauer der Sperrung
Die Dauer der Sperrung hängt von der weiteren Entwicklung des Befalls sowie von den durchzuführenden Bekämpfungsmassnahmen ab. Erfahrungsgemäss bleibt der betroffene Bereich bis zur fachgerechten Entfernung der Nester und der anschliessenden Reinigung aus Sicherheitsgründen während mehreren Tagen bis zu einigen Wochen gesperrt. Die Bevölkerung wird rechtzeitig wieder informiert, sobald die Sperrung aufgehoben werden kann.
Weitere Massnahmen
Die zuständigen Stellen haben die notwendigen Massnahmen zur Sicherung des betroffenen Bereichs eingeleitet. Eine fachgerechte Bekämpfung und Entfernung der Nester wird geprüft und organisiert.
Die Bevölkerung wird gebeten:
• Absperrungen konsequent einzuhalten
• den Kontakt mit Raupen und Gespinsten zu vermeiden
• bei möglichen gesundheitlichen Beschwerden ärztlichen Rat einzuholen
Philipp Suter
Stadtschreiber
Tel. 044 863 11 20
Mail