Bülach redet mit

In Fragen der Stadtentwicklung bilden eine aktive Kommunikation und Mitwirkungskultur die Basis für die von Bülach angestrebte, nachhaltige Entwicklung. Die Mitwirkung der Bevölkerung ist wichtig, weil die Stadtentwicklung durch unterschiedliche Interessen bestimmt ist. Zielkonflikte und ein gemeinsames Abwägen ist der Normalfall. Im Bestreben diese teils gegenläufigen Ziele und Interessen aufeinander abzustimmen und einen Interessensausgleich herbeizuführen, soll eine differenzierte Beteiligung eine zentrale Rolle einnehmen. 

Ihre Mitsprache ist uns wichtig. Auf dieser Seite finden Sie fortlaufend Informationen zu allen Anlässen, bei denen Ihre Mitsprache gefragt ist. Wir freuen uns auf Ihre Stimme.

Leitfaden Mitwirkung 

Eine gelebte und offene Partizipationskultur ist die Basis für eine nachhaltige Entwicklung der Stadt Bülach. In den letzten Jahren hat die Stadt Bülach verschiedene Projekte unter Mitwirkung der Bevölkerung durchgeführt (siehe unten). Auch in künftigen Projekten und Konzepten ist Mitwirkung ein zentraler Bestandteil. Deshalb werden in einem Leitfaden verlässliche Grundlagen und Arbeitsabläufe für die Politik und Projektleitende in den Verwaltungen zur Verfügung gestellt. Der Leitfaden ist aber auch für die interessierte Bevölkerung öffentlich zugänglich. 

Leitfaden Mitwirkung in der Stadt Bülach pdf 1012 KB

Was läuft aktuell? 

«Dialogbox Büüli»: Die Stadtpolizei Bülach möchte mehr über das Sicherheitsempfinden der Bevölkerung und deren Zufriedenheit mit ihrer Arbeit erfahren. Sie führt deshalb eine Befragung durch. Die Ergebnisse werden ins Sicherheitskonzept der Stadt Bülach einfliessen und so dazu beitragen, dass Bülach eine sichere und lebenswerte Stadt bleibt.

Mehr Infos auf: Umfrage der Stadtpolizei - Sicherheit und Zufriedenheit in Bülach (buelach.ch)

Vergangene Mitwirkungsprozesse

Die Stadt Bülach hatein Altersleitbild verabschiedet. Auf dieser Basis erarbeitet sie nun ein quartierbezogenes Alterskonzept. Dabei möchte die Stadt die Bedürfnisse der Bevölkerung erfahren und sie in die Erarbeitung des Alterskonzepts miteinbeziehen. Daher wurde als erster Schritt im Mai 2021 eine repräsentative Umfrage bei allen Einwohnerinnen und Einwohnern, welche 55 Jahre oder älter sind, durchgeführt. Die Ergebnisse wurden im Juli 2021 publiziert

Um die Planung des Kultur- und Begegnungszentrums voranzutreiben, werden im Jahr 2021 drei Stadtateliers durchgeführt. Eingeladen werden Personen und Vereine, die sich im Nachgang der letzten Stadt-Werkstatt im Januar 2020 gemeldet haben, um eine Begleitgruppe für den Planungsprozess zu bilden. Ziel ist es. für das Kultur- und Begegnungszentrum ein Betriebskonzept partizipativ zu erarbeiten. Schwerpunktthemen sind "Angebote und Zielgruppen", "Organisationform und Betriebsleitung" sowie "Finanzierung". 

Beim Gesamtverkehrskonzept hat am 18. Juni 2021 die zweite öffentliche Stadtwerkstatt in digitaler Form stattgefunden. Die erste, ebenfalls digitale Online-Stadt-Werkstatt fand am 22./23. Januar 2021 statt. 

Die Stadt Bülach beteiligt sich am Projekt „GEHsund – Städtevergleich Fussverkehr“ der Organisation umverkehR, Fussverkehr Schweiz und der Ostschweizer Fachhochschule (OST). Neben Bülach werten weitere vierzehn Städte und Gemeinden ihre Fussgängerfreundlichkeit aus. Eine Umfrage zum Fussverkehr wurde im September 2021 unter www.umverkehr.ch/umfrage durchgeführt. 

Ziele und Vorteile der Partizipation

  • Betroffene, Projektierende oder Expert/-innen kommen zusammen. Dies fördert den Austausch und den Informationsfluss zwischen allen Akteuren.
  • Projekte den Bülacher/-innen sind mehrheitsfähig. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, erkunden Partizipationsprozesse die Bedürfnisse, Meinungen und Wünsche der Beteiligten, um sie in die Planung miteinzubeziehen.
  • Partizipationsprozesse verbessern die laufenden Projekte, da sie wertvolle Ideen und Informationen der Beteiligten sammeln und das Projekt aus unterschiedlichen Blickwinkeln spiegeln. Dies kann zu einer besser informierten Projektleitung und auch zu besseren Ergebnissen führen.
  • Der Blickwinkel der Beteiligten wird erweitert und Vorurteile abgebaut. Ein gegenseitiges Verständnis für unterschiedliche Standpunkte ist eine wichtige Voraussetzung für Lösungen, die über bestimmte Eigeninteressen hinausgehen und dem Gemeinwohl dienen.
  • Beteiligungsprozesse fördert die Transparenz eines Projektes. Dieser Umstand kann dafür sorgen, dass die Bevölkerung viel eher versteht, welche Überlegungen einem Projekt zugrunde liegen, was wiederum einzelne Entscheide leichter nachvollziehbar macht.