Bülacher Betriebe halten das Jugendschutzgesetz mehrheitlich ein

Im Auftrag der Stadt Bülach hat das Blaue Kreuz im vergangenen August Testkäufe in Bülach durchgeführt. Die Resultate sind durchzogen. Beim Verkauf von Bier, Wein, saurem Most sowie von Spirituosen sind im Vergleich zur letzten Testreihe mehr Verstösse gegen das Jugendschutzgesetz zu verzeichnen. Die Testkäufe werden auch in Zukunft ein wichtiges Präventionsinstrument in Bülach bleiben.

Das Blaue Kreuz führt die Testkäufe im Auftrag der Stadt seit 2011 mit Unterbrüchen durch. Im letzten Monat wurden in 24 Betrieben insgesamt 52 Testkäufe durchgeführt. Die Testkäufe umfassten den Verkauf von Alkohol (Bier, Wein, saurer Most), Spirituosen (Alcopops, Aperitifs) und Tabak.

Die Resultate fielen unterschiedlich aus: Alkohol wurde in 6 der 21 getesteten Betriebe verkauft. Dies entspricht einem Anteil von 28 % (Vorjahr: 20 %). 26 % der getesteten Betriebe verkauften Spirituosen. Dieser Wert ist leicht tiefer als der Wert von 2018, liegt aber deutlich über dem Wert von 2017 (16 %). Erstmals wurde der Verkauf von Tabak getestet. 2 von 12 getesteten Betrieben verkauften Tabak. Insgesamt waren die jugendlichen Testkäufer in 13 von 52 Testkäufen (25 %) erfolgreich und konnten Alkohol, Spirituosen oder Tabak erwerben.

Die fehlbaren Betriebe wurden gleich im Anschluss an den Testkauf getadelt und auf ihre Pflicht zur Einhaltung des Jugendschutzgesetzes hingewiesen. Sie werden bei weiteren Testkäufen erneut getestet.

Stadtrat Rudolf Menzi nimmt die Testresultate zur Kenntnis. Die Präventionsmassnahmen zur Sensibilisierung für das Thema Jugendschutz werden weiter geführt. Stadtrat Rudolf Menzi will die Testkäufe zum Schutz der Jugendlichen beibehalten und regelmässig fortführen.

Christian Mühlethaler
Stadtschreiber
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19. September 2019