Aus den Verhandlungen des Stadtrats

Abrechnung Sanierung Schulhaus Schwerzgrueb
Antrag und Weisung an den Gemeinderat

Die Gesamtkreditabrechnung über die Sanierung des Schulhauses Schwerzgrueb liegt vor. Sie schliesst mit Aufwendungen von 24,5 Millionen Franken und einer Kreditüberschreitung von 1,17 Millionen Franken ab. Einen Grossteil der Kosten, 20,079 Millionen Franken, hat die Primarschulpflege als gebunden genehmigt, da sie die Sanierung des Schulhauses als unaufschiebbar und unausweichlich eingestuft hat. Der Gemeinderat hat einen Kredit von 2,651 Millionen Franken bewilligt. Der vom Gemeinderat genehmigte Kredit ist um 260 000 Franken überschritten worden.

Der Stadtrat beantragt nun dem Gemeinderat auf Antrag der Primarschulpflege, er möge die Gesamtkreditabrechnung zur Kenntnis nehmen, die in seiner Kompetenz liegende Abrechnung und ein Nachtragskredit von 260 000 Franken genehmigen.

Antrag und Weisung an den Gemeinderat 

Beantwortung Parlamentarischer Vorstoss

Der Stadtrat hat das Postulat von Werner Oetiker namens der SP betreffend Hausarzt-Praxen fristgerecht beantwortet. Der Handlungsspielraum der Stadt zur Sicherstellung von genügend Hausarzt-Praxen in Bülach beschränkt sich auf das freiwillige Optimieren der Rahmenbedingungen, wie zum Beispiel der Unterstützung bei der Suche von geeigneten Liegenschaften oder die Gewährung einer Anschubfinanzierung.

Antwort des Stadtrats 

Werkbetrieb, Ersatzbeschaffung Fahrzeug

Ein Lieferwagen des Werkbetriebs ist altershalber zu ersetzen. Der Stadtrat hat dafür einen Kredit von 77 000 Franken genehmigt. Den Lieferwagen der Marke Iveco liefert die Bryner Nutzfahrzeuge AG, Bachenbülach.

Cleophea-Fehr-Strasse: Ersatz Wasserleitung

Die Cleophea-Fehr-Strasse liegt westlich des Spitals Bülach und dient primär der Anlieferung des Spitals. In der Strasse befindet sich eine Wasserleitung, welche bereits mehrere Rohrbrüche aufweist. Zudem ist der Durchmesser der Wasserleitung zu klein. Die Leitung ist deshalb auf einer Länge von rund 160 Metern zu ersetzen. Der Stadtrat hat dafür einen Kredit von 180 000 Franken bewilligt und die Arbeiten vergeben. Die Ausführung soll in Absprache mit dem Spital Bülach im Herbst 2018 erfolgen.

Wasserversorgung, Fernmessung

Wasserleitungsnetze haben Wasserverluste. 2005 wurde daher ein System zur permanenten Überwachung des Wasserleitungsnetzes eingesetzt. In der Folge konnten die in den Neunzigerjahren auftretenden Wasserverluste reduziert werden.

Ein Wasserverlust von zwei bis vier Litern pro Minute und Kilometer gilt als tolerierbar. Dieser Wert wurde in Bülach bis vor wenigen Jahren klar unterschritten. In den letzten Jahren hingegen nahmen die Wasserverluste markant zu. Eine mögliche Ursache könnte beim vorhandenen Leck-Ortungssystem liegen, welches die Leckstellen ungenügend erkennt. Das System hat sich zwar bisher bewährt, ist aber veraltet und zu klein ausgelegt. Es funktioniert nach dem „Holsystem“. Das heisst, Mitarbeiter der Wasserversorgung fahren regelmässig das Netz ab und rufen dabei die Daten ab.

Aufgrund neuer Technologien kann neu ein „Bringsystem“ installiert werden. Das heisst, die Daten werden täglich an die Betriebswarte gesendet und sind sofort auswertbar. Damit kann schneller als bisher reagiert werden und die Fahrten zum Abrufen der Daten entfallen.

Für die Ersatzbeschaffung des Leck-Ortungssystems, inklusive einer zusätzlichen Anzahl von Sendern bei den Wasserleitungen, hat der Stadtrat einen Kredit von 200 000 Franken bewilligt und die Arbeiten vergeben. Ziel der Investition ist es, den Wasserverlust zu senken.

Abwasser, Kanal-Innensanierungen

Im September 2016 bewilligte der Stadtrat einen Kredit von 220 000 Franken für die Aktualisierung des Generellen Entwässerungsplans. Die Gossweiler Ingenieure AG leisteten die technischen Arbeiten. Aufgrund ausgewerteter Kanal-TV-Aufnahmen und dem aktuellen Stand der Arbeiten können 2018/19 in einer ersten Etappe verschiedene Kanalabschnitte innensaniert werden. Dafür hat der Stadtrat einen Kredit von 165 000 Franken bewilligt. Gleichzeitig hat er für die Projektierung der zweiten Etappe einen Projektierungskredit von 25 000 Franken bewilligt und die entsprechenden Aufträge erteilt.

Erweiterung Heizzentrale im Nahwärmeverbund Allmendstrasse

Die Stadt Bülach betreibt seit 1999 den „Nahwärmeverbund Allmendstrasse“. Die Heizzentrale befindet sich im Untergeschoss der Liegenschaft Allmendstrasse 6. Durch den Nahwärmeverbund werden mehrere Gebäude an der Allmendstrasse, am Grampenweg sowie in der Altstadt mit Wärme aus der Holzfeuerungsanlage versorgt. Künftig wird auch das Zentrale Verwaltungsgebäude angeschlossen.

Für die vom Kanton verlangte Sanierung und die dadurch nötig werdende Erweiterung der Heizzentrale hat der Stadtrat einen Kredit von 1,552 Millionen Franken genehmigt. Der Kredit umfasst ebenfalls das Nachrüsten mit einer Rauchgasreinigungsanlage zur Einhaltung der Vorgaben der Luftreinhalteverordnung und das Schaffen von zusätzlichem Wärmespeicher.

Mit den Bauarbeiten im Betrag von 473 000 Franken wird die Implenia AG, Dietlikon, beauftragt. Die Implenia AG wird ebenfalls das Zentrale Verwaltungsgebäude erstellen. Die Räumlichkeiten der Heizzentrale werden mit dem Verwaltungsgebäude verbunden und sind gleichzeitig zu erstellen. Der Fachplanerauftrag für die Heizungsanlage geht an die Todt Gmür & Partner AG, Schlieren, für 164 000 Franken. Während des Umbaus der Heizzentrale gewährleistet eine mobile Notheizung die Wärmelieferung für die angeschlossenen Liegenschaften.

Einbürgerungen

Der Stadtrat hat einen Bürger hat auf dessen Gesuch aus dem Bürgerrecht der Stadt Bülach entlassen.

Weiter hat der Stadtrat vier Einbürgerungsanträge von ausländischen Staatsangehörigen behandelt. Er hat sämtlichen Gesuchen unter dem Vorbehalt der Erteilung des Kantonsbürgerrechts und der eidgenössischen Einbürgerungsbewilligung zugestimmt. Die Gesuchsstellenden stammen aus Deutschland, Kroatien und Mazedonien.

Christian Mühlethaler
Stadtschreiber
E-Mail
Tel. 044 863 11 25

13. September 2018