Energiestadt

Die Stadt Bülach trägt das Label „Energiestadt“ seit 1999. Im Herbst 2012 ist sie bereits zum fünfen Mal nach erfolgreich durchlaufenem Audit als Energiestadt zertifiziert worden.

Entwicklung

Die Labelkommission des Trägervereins Energiestadt würdigt im Prüfbericht die nachweisbaren und vorbildlichen Resultate in der Entwicklung der kommunalen Energiepolitik. In den vergangenen 13 Jahren verbesserte Bülach den Umsetzungsgrad der für die Stadt möglichen Energiestadt-Massnahmen von 58 auf 71 %. 2012 blieb die Beurteilung erfreulicherweise unverändert bei 71 %, obwohl seit 2012 ein überarbeiteter Massnahmenkatalog mit strengeren Anforderungen und Bewertungsmassstäben besteht. Er berücksichtigt die Veränderungen und Neuerungen in der Energie- und Klimapolitik.

Highlights der letzten Jahre:

  • Die ergriffenen Massnahmen in der Verkehrsplanung.
  • Die Planung Bülach Nord mit dem genutzten Instrument „Testplanung“.
  • Die konsequente Energieplanung, welche CO2-freie Energieträger bevorzugt. Der kommunale Energieplan wurde 2008 vom Stadtrat neu festgesetzt.
  • Der grosse Holzwärmeverbund an der Allmendstrasse, welcher zusammen mit weiteren öffentlichen Holzschnitzelfeuerungen in Bülach das lokale Holzenergie-Potenzial ausschöpft.
  • Die Begegnungszone in der Altstadt.
  • Die Ausrichtung der Stadt auf eine wirkungsorientierte, der nachhaltigen Entwicklung verpflichtete Verwaltung (WOV).
  • Die energiepolitischen Grundsätze des Stadtrats in den Legislaturprogrammen 2006-2010 und 2010-2014.

Energiestadt Label als Standortmarketing

In der Schweiz leben 4 Millionen Einwohner in 312 Energiestädten (Stand Januar 2013), das sind 50 % der insgesamt 8 Millionen Einwohner. Das Gütesiegel ist in allen vier Landessprachen und in den meisten Längern Europas als geschütztes Markenzeichen eingetragen. Die Gemeinde kann das Label Energiestadt für ihr Standortmarketing verwenden!

Ein gutes Klima für die Stadt Bülach

Höhere Lebensqualität

Mit dem Label Energiestadt leisten Städte und Gemeinden einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität. Sie setzen ein zukunftsweisendes, nachhaltiges Energiemanagement um. Energiestadt wird so zum bewussten Prozess mit vielen konkreten Schauplatzen. Energiestädte werden deshalb als moderne Gemeinden wahrgenommen.

Mehr Arbeitsplätze

Erneuerbare Energien werden gefördert. Das Baugewerbe im Allgemeinen und Unternehmen aus dem Energiebereich im Speziellen profitieren von Aufträgen, die ganze Bevölkerung von der besseren Luft. Die Chancen für neue Arbeitsplätze und den Zuzug neuer Steuerzahler stehen gut. Junge Leute haben bessere Zukunftsperspektiven.

Bequemere Mobilität

Energiestädte machen öffentlichen- und Individualverkehr durch Mobilitätsmanagement zu Partnern. Ein hervorragendes ÖV-Angebot, sichere Verkehrswege und eine mustergültige Verkehrsrichtplanung tragen dazu bei. So wird insgesamt weniger Energie verbraucht, mehr Sicherheit gewährleistet und die Luft weniger belastet.

Bessere Dienstleistung

Energiestädte oder die gemeindeeigenen Betriebe richten ihre Dienstleistungen an den Bedürfnissen der Kundschaft aus. Zum Beispiel Bottmingen:
Die Gemeinde leistet Förderbeiträge für Gebäude mit niedrigem Heizenergiebedarf und vorbildlichen Haustechnikanlagen. Auch Warmwasser-Sonnenkollektoren und der Bezug von Solarstrom werden von der Gemeinde finanziell unterstützt.

Die Schritte hin zum Label

Die Mitgliedschaft im Trägerverein ist der erste Schritt hin zum Energiestadt-Label. Partner auf dem Weg geht einen Schritt weiter:
Es ist Anerkennung für Gemeinden, die ihre Energiepolitik mit dem Energiestadt-Instrumenten strukturieren. Das Label Energiestadt erhalten Gemeinden, Städte oder auch Regionen, wenn sie mehr als 50 Prozent der möglichen Massnahmen realisiert oder beschlossen haben.
Energiestadt GOLD: Die höchste Auszeichnung für Energiestädte ist der „European Energy Award®Gold”. Bedingung ist, dass mehr als 75 Prozent der möglichen Massnahmen realisiert oder beschlossen sind. Die Details zum Zertifizierungsprozess finden Sie im Reglement, die konkreten Schritte zum Label im Ablauf.
Zusammen mit externen, von Energie-Schweiz für Gemeinden akkreditierten, BeraterInnen wird anhand des standardisierten Massnahmenkatalogs die Gemeinde in sechs energiepolitisch wichtigen Gebieten untersucht.

  • Entwicklungsplanung, Raumordnung
  • Kommunale Gebäude, Anlagen
  • Versorgung, Entsorgung
  • Mobilität
  • Interne Organisation
  • Kommunikation, Kooperation

Auswertung Stadt Bülach

Auswertung Stadt Bülach

Anzahl mögliche Punkte (gemeindespezifisches Potential)

466 Pt.

Für das Label Energiestadt® notwenige Punktzahl (50 %)

233 Pt.

Für das Label European energy award® Gold notwendige Punkte (75 %)

349.5 Pt.

Die Stadt Bülach hat 71 % der möglichen Punktzahl trotz erschwerten Bedingungen erreicht und ist somit bereits zum vierten Mal rezertifiziert worden.