Baubewilligung

Alle Informationen rund ums Bauen.

Wann ist ein Baugesuch notwendig?

Die wichtigsten Bestimmungen zum Bauwesen finden sich im kantonalen Planungs- und Baugesetz (PBG) und den zugehörigen Verordnungen, in der Bau- und Zonenordnung (BZO) der Stadt Bülach und im Einführungsgesetz zum Zivilgesetzbuch (EG zum ZGB). Hinzu kommen verschiedene eidgenössische und kantonale Umweltschutznormen (Lärm, Luft, Gewässer, Energie usw.).

  • Planungs- und Baugesetz
  • Allgemeine Bauverordnung
  • Bauverfahrensverordnung
  • Bau- und Zonenordnung

Wie lange dauert ein Bewilligungsverfahren?

Das ordentliche Baubewilligungsverfahren (mit amtlicher Publikation) dauert bei Routinefällen in rein kommunaler Kompetenz rund 45 Tage. Bei komplexeren Fällen mit Koordinationspflicht betreffend neben- oder übergeordneten Erlassen ist mit 90 Tagen zu rechnen. Das Anzeigeverfahren dauert in der Regel maximal 30 Tage. Voraussetzung sind vollständige und korrekte Baugesuchsunterlagen.

Die Baubehörde hat Bauvorhaben nach der Vorprüfung bekannt zu machen. Mit der Bekanntmachung sind die Gesuchsunterlagen während 20 Tagen öffentlich aufzulegen (PBG § 314) .

Während der 20-tägigen Publikationsfrist werden die Baugesuche der Stadt Bülach im Stadtbüro, Hans-Haller-Gasse 9, während der Schalteröffnungszeiten öffentlich aufgelegt.

Während der 20-tägigen Publikationsfrist kann jeder Mann und jede Frau die Baugesuchsunterlagen einsehen.

Wer mit einem Bauvorhaben nicht einverstanden ist oder in das Verfahren einbezogen werden möchte, muss innert der 20-tägigen Publikationsfrist schriftlich den Antrag um Zustellung des baurechtlichen Entscheids stellen. Falls die direkte Betroffenheit des Antragstellers nicht gegeben ist, ist die Legitimation nachzuweisen. Vor allem, wenn im Namen eines betroffenen Nachbareigentümers der Entscheid verlangt wird.

Wer das Zustellungsbegehren nicht rechtzeitig stellt, verwirkt sein Rekursrecht (PBG § 315 ff.).

Wenn der baurechtliche Entscheid von der Behörde gefällt ist, wird dieser den Antragstellenden zugestellt. Der baurechtliche Entscheid ist in der Regel kostenpflichtig (Fr. 50.-). Damit ist auch die Zustellung von nachbarschaftsrelevanten Nachfolgeentscheiden inbegriffen.

Vorbehalte

  • Amtliche Publikationsorgane der Stadt Bülach sind:
  • Amtsblatt des Kantons Zürich
  • Zürcher Unterländer


Bei dieser Internetseite handelt es sich nicht um ein amtliches Publikationsorgan, sondern lediglich um ein zusätzliches Dienstleistungsangebot der Stadt Bülach. Sollten Differenzen zu den offiziellen amtlichen Publikationen bestehen, gilt deren Text resp. derjenige des Amtsblatts. Es können keine Haftungsansprüche aufgrund von Fehlern auf dieser Internetseite geltend gemacht werden.

Die Baubewilligungsgebühr richtet sich nach der kommunalen Verordnung über die Gebühren im Bauwesen vom 13. November 2013. Der Stadt Bülach von anderweitigen kommunalen oder kantonalen Behörden, Amtsstellen und Organen im Zug des baurechtlichen Prüfverfahrens in Rechnung gestellte Kosten und Gebühren werden den Baugesuchsstellenden weiterverrechnet.

Wie lange ist eine Baubewilligung gültig?

Baurechtliche Bewilligungen erlöschen nach drei Jahren, wenn nicht vorher mit der Ausführung begonnen worden ist; bei Neubauten gilt der Aushub oder, wo er vorausgesetzt ist, der Abbruch einer bestehenden Baute als Baubeginn.

Sind für das gleiche Vorhaben mehrere baurechtliche Bewilligungen nötig, ist die letzte Bewilligung für das Erlöschen der übrigen und für den Baubeginn massgeblich.

Die Frist beginnt mit dem Ablauf der letzten Rechtsmittelfrist, in strittigen Fällen mit der Rechtskraft des öffentlich- oder zivilrechtlichen Entscheids. Umfasst die gleiche Bewilligung mehrere Gebäude, ist die Frist mit dem Baubeginn bei einem Gebäude gewahrt.

Nebenbestimmungen zur Bewilligung beeinflussen den Fristenlauf nicht; Gleiches gilt, wenn Konzessionen oder andere als baurechtliche Bewilligungen erforderlich sind (§ 322 PBG).

Mit der Ausführung eines Vorhabens darf ohne schriftliche Erlaubnis der zuständigen Behörden nicht begonnen werden, bevor alle nötigen baurchtlichen Bewilligungen rechtskräftig erteilt und alle auf den Baubeginn gestellten Nebenbestimmungen erfüllt sind (§ 326 PBG).

Bedürfen Gartenhäuser und Geräteschöpfe einer baurechtlichen Bewilligung? Braucht es die nachbarliche Zustimmung?

Massgebendes Kriterium ist, ob eine Kleinbaute baurechtlich als "Gebäude" zu werten ist. Auskunft gibt das kantonale Recht. § 2 Abs. 1 der Allgemeinen Bauverordnung (ABV) bestimmt: Gebäude sind Bauten und Anlagen, die einen Raum zum Schutz von Menschen oder Sachen gegen äussere, namentlich atmosphärische Einflüsse mehr oder weniger vollständig abschliessen. § 2 Abs. 2 ABV: Nicht als Gebäude gelten Bauten und Anlagen, deren grösste Höhe nicht mehr als 1.5 m beträgt und die eine Bodenfläche von höchstens 2 m2 überlagern. Werden diese Masse durch eine Kleinstbaute (z. B. Gartenhaus oder Schopf) nicht überschritten, ist in Bauzonen grundsätzlich keine baurechtliche Bewilligung erforderlich.

 

Für kleine Gartenhäuser, Schöpfe, Spielgeräte u. Ä., welche die erwähnten Masse überschreiten, ist in § 1 lit. a. der Bauverfahrensverordnung (BVV) unter bestimmten Voraussetzungen eine Befreiung der Baubewilligungspflicht definiert. Demnach bedarf es für Bauten und Anlagen in Bauzonen, deren Gesamthöhe nicht mehr als 2.5 m beträgt und die eine Bodenfläche von höchstens 6 m2 überlagern, keiner Baubewilligung, sofern sie nicht in der Kernzone, im Geltungsbereich einer anderen Schutzanordnung oder eines Ortsbild- oder Denkmalschutzinventars und im Bereich von Baulinien liegen. Die Befreiung von der Baubewilligungspflicht entbindet allerdings nicht von der Pflicht, die Vorschriften des materiellen Rechts (z. B. Abstandsvorschriften, Baumasse, Brandschutz) einzuhalten.

 

Für Bauten und Anlagen, die die Masse gemäss § 1 lit. a. BVV überschreiten oder aus anderen oben genannten Gründen bewilligungspflichtig sind, kommt das baurechtliche Bewilligungsverfahren zur Anwendung.

Weitere Informationen

Unter den Downloads und den Links finden sie alle wichtigen Informationen und Formulare. Falls Sie weitere Auskünfte oder Unterlagen benötigen kontaktieren Sie bitte die Abteilung Planung und Bau, Hochbau.