Teilrevision der Richt- und Nutzungsplanung und öffentlicher Gestaltungsplan

Um die Planungsabsichten in eine grundeigentümerverbindliche Form umsetzen zu können, wurden in der Folge die kommunale Richt- und Nutzungsplanung einer Teilrevision unterzogen und parallel ein öffentlicher Gestaltungsplan erarbeitet.

Während mit der Teilrevision der Richtplanung (Verkehrsplan) die Verkehrsbeziehungen (Wegnetze) geregelt werden, bildet die Teilrevision der Nutzungsplanung die planungsrechtliche Grundlage für den Gestaltungsplan. Im öffentlichen Gestaltungsplan Bülach Nord sind insgesamt vier Teilgebiete (Herti, SBB, Bülachguss, Glashütte) bezeichnet, die jeweils zwei oder mehrere Baufelder ausscheiden, in welchen die bauliche Entwicklung stattfinden kann. Im Interesse der Öffentlichkeit sind wichtige, öffentlich zugängliche Infrastrukturen (z. B. Plätze und Pärke) und Wegverbindungen im Gestaltungsplan bezeichnet worden. Je nach Nutzungsszenario und bei voller Ausschöpfung der festgelegten Nutzungskapazitäten bieten die Baufelder Raum für ca. 2'000 Einwohner und mehrere Hundert Arbeitsplätze. Im Areal Glashütte sind neu auch Hochhäuser zugelassen. Wird diese Möglichkeit genutzt, legen die Bestimmungen zum Gestaltungsplan fest, dass eines im Bereich der Verzweigung Schaffhauser- und Schützenmattstrasse zu stehen kommt, zur Akzentuierung des künftigen Stadtzugangs in Bülach Nord. Generell sorgen zahlreiche qualitätsbezogene Auflagen in den Bestimmungen dafür, dass eine hohe städtebauliche Qualität in den Arealen gewährleistet wird. Auf die umliegenden Quartiere, wie z.B. auf das Soliquartier, wurde dabei speziell Rücksicht genommen.
Ein Kernstück der Stadtentwicklung ist die geplante Passerelle nördlich des Bahnhofs über die Gleisanlagen der SBB. Die Passerelle soll Bülach Nord und weitere Stadtteile mit dem westlich der Gleisanlagen befindlichen Spitalquartier und dem Naherholungsgebiet und den Bahnhof (Perrons) für Fussgänger und Radfahrer verbinden. Im Betriebs- und Gestaltungskonzept Bülach Nord wurde zusammen mit dem Kanton aufgezeigt, wie das durch die Bautätigkeit verursachte Verkehrsaufkommen unter Berücksichtigung weiterer Rahmenbedingungen vom Strassennetz bewältigt werden kann und wie die Gestaltung der Strassenräume und Knoten aussehen wird.