Im Dialog

Heisser, trockener Sommer! Was heisst das für die Bülacher Wasserversorgung?

Von Daniel Wülser

Eintrag vom 25. Juli 2018

Unter: www.blick.ch/news/politik/hitze-gefaehrdet-trinkwasser-reserven-muessen-wir-bald-mit-50-litern-wasser-am-tag-auskommen-id8653897.html ist eine interessante Schlagzeile zu finden. Was heisst das für die Bülacher Wasserversorgung konkret? Zwar bezieht Bülach (gottseidank) seit etwas über 12 Jahren nicht mehr nur Grundwasser aus dem Herenwies Pumpwerk, sondern aus dem Rafzerfeld und Rhein. Aber mit steigender Einwohnerzahl wäre trotzdem Interessant von den Büli Wasserversorgungs Fachleuten mehr dazu zu erfahren, insbesondere wenn wir nur das Pumpwerk Herenwies hätten... Besten Dank.

Antwort der Stadt Bülach

Von Stadt Bülach

Antwort vom 25. Juli 2018

Guten Tag Herr Wülser

Wie richtigerweise festgestellt, ist die Stadt Bülach in der glücklichen Lage, zwei stabile Standbeine für die Wasserversorgung zu haben. Es sind dies das Grundwasserpumpwerk Herrenwis und die Grundwassergewinnung Stadtforen im Rafzerfeld. Die Grundwasserströme reagieren relativ träge auf Trockenperioden. Im Grundwasserpumpwerk Herrenwis kann der Pegel um 10 cm pro Woche sinken, er ist zur Zeit aber deutlich oberhalb des kritischen Bereiches. Die Grundwassergewinnung im Rafzerfeld wird zusätzlich mit Wasser aus dem Rhein angereichert, so dass ein Absinken des Pegels vermindert werden kann. Mit dem Grundwasserpumpwerk Herrenwis allein wäre die Versorgungslage sicherlich kritischer. Ob eine Rationierung des Trinkwassers deshalb aber nötig wäre, kann nicht zweifelsfrei beantwortet werden. In den vergangenen Jahren musste in der Stadt Bülach das Trinkwasser nicht rationiert werden und im Moment ist eine solche Massnahme auch nicht absehbar.

Freundlich grüsst

Heinz von Moos
Leiter Umwelt und Infrastruktur