Standortentscheid für ein Zentrales Verwaltungsgebäude

Der Stadtrat spricht sich für ein Zentrales Verwaltungsgebäude an der Hans-Haller-Gasse aus. Dieser Standortentscheid basiert auf einer Standortanalyse von vier Grundstücken. Das konkrete Projekt soll in einem Projektwettbewerb erkoren werden.

Die Grundstücke, auf denen das Verwaltungsgebäude realisiert werden soll, gehören der Stadt Bülach, Jakob Meier sowie der Reformierten Kirchgemeinde Bülach. Damit kann ein Verwaltungsgebäude zu zwei Dritteln auf eigenem Land realisiert werden. Ebenso können die Nachbarparzellen optimal genutzt werden. Jakob Meier will sich selbst an einem grossen Teil der Investitionen beteiligen. Insgesamt wird mit Investitionen von ca. 11 Millionen Franken gerechnet. Aus eigenen Mitteln beabsichtigt die Stadt 2 – 2,5 Millionen Franken zu investieren. Für den restlichen von der Stadt genutzten Teil will sie sich bei Jakob Meier einmieten. Der Stadtrat beurteilt diese Lösung als kostengünstig. Gleichzeitig wird mit diesem Realisierungsmodell auch der strapazierte Finanzplan entlastet. 

Im Mai 2008 wies der Gemeinderat den Kredit für die Zentralisierung der Stadtverwaltung in der Überbauung „Seematt“ an den Stadtrat zurück. Gleichzeitig beauftragte er den Stadtrat, „einen neuen Vorschlag für eine stadteigene Lösung eines zentralisierten Verwaltungsgebäudes auszuarbeiten.“ Der Stadtrat machte sich unverzüglich an die Arbeit. Eine erste Beurteilung zeigte, dass vier Möglichkeiten zur Diskussion stehen: Grampenweg, Bahnhofring, Schwimmbadstrasse und Hans-Haller-Gasse.

Die beiden Varianten Grampenweg und Bahnhofring sind aus baulicher Sicht unproblematisch und benötigen keine Machbarkeitsstudie. Beide sind aber erst längerfristig realisierbar. Über die Parzelle Schwimmbadstrasse hat die FDP ein Vorprojekt erstellt. Das Architekturbüro Willi Meier (Bülach) erarbeitete eine Machbarkeitsstudie über das Grundstück Hans-Haller-Gasse. Auf allen Grundstücken liesse sich ein Verwaltungsgebäude realisieren. Den Standort Hans-Haller-Gasse beurteilte der Stadtrat jedoch am positivsten.

Da die für das Verwaltungsgebäude vorgesehenen Grundstücke in der Kernzone liegen, gelten für einen Neubau bestimmte Anforderungen. So muss er sich in das historische Altstadtbild einfügen und der Grösse des Bauwerks sind Grenzen gesetzt. Dennoch sind die Raumverhältnisse ausreichend und bieten sogar noch Reserve. Mit einem Verwaltungsgebäude, welches zentral in der Altstadt steht, wird auch das Stadtbild am Rand der Altstadt aufgewertet. Zudem besteht mit einem Verwaltungsgebäude in der Altstadt die Möglichkeit, wertvolle Landreserven ausserhalb der Altstadt für künftige Projekte zu nutzen. 

Als nächstes wird die Abteilung Bau und Umwelt die Grundlagen für den Wettbewerbskredit ausarbeiten. Somit soll im Jahr 2010 ein Projektwettbewerb durchgeführt werden können. Im gleichen Jahr soll der Gemeinderat und, falls gefordert, das Volk über den Baukredit befinden können. Ein Bezug des Verwaltungsgebäudes wäre somit ab Ende 2013 möglich.

Christian Mühlethaler
Stadtschreiber
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