Stadthaus – zwei Standorte zur Auswahl

Ein Initiativkomitee hat am 4. Juli 2013 die Volksinitiative „Stadthaus Sechtbach“ eingereicht. Der Stadtrat unterstützt die Stossrichtung der Initiative und sieht klare Vorteile eines zentralen Stadthauses gegenüber der heutigen Situation mit mehreren dezentralen Standorten. Nach eingehender Prüfung hat er sich entschieden, dem Gemeinderat den Gegenvorschlag „Stadthaus i dä Herti“ zu präsentieren.

Seit den 90er Jahren ist eine zentrale Verwaltung immer wieder ein Thema in Bülach. Denn dezentrale Strukturen erschweren den leichten und einfachen Zugang der Bevölkerung zur Verwaltung. Zudem verursachen sie einen erhöhten Koordinationsaufwand und sind in der Führung anspruchsvoll.

Basierend auf einer Auslegeordnung mit 12 Standorten hat der Stadtrat bereits 2012 erkannt, dass der Standort Herti am besten geeignet ist und den klaren Favoriten darstellt. Anfang Juli dieses Jahres hat ein überparteiliches Komitee mit der Initiative „Stadthaus Sechtbach“ den Standort Sechtbach wieder in die Diskussion eingebracht. Der Stadtrat unterstützt die Hauptforderung nach einer zentralisierten Verwaltung. Anders als die Initianten sieht er den idealen Standort jedoch im Hertiquartier beim Bahnhof. Deshalb hat er einen entsprechenden Gegenvorschlag zur Volksinitiative ausgearbeitet. Beim Antrag, welcher der Stadtrat nun dem Gemeinderat vorlegt,  geht es  noch nicht um ein konkretes Projekt, sondern um zwei Grundsatzfragen.

  1. Soll ein zentrales Stadthaus gebaut werden?
  2. An welchem Standort soll dieses zu stehen kommen?

Die Initianten erläutern, der Standort am Sechtbach sei bereits im Eigentum der Stadt, gut erschlossen und baureif. Zudem bestünde ein ideales Parkplatzangebot. Daraus resultiere insgesamt eine Realisierbarkeit in einem vernünftigen finanziellen und zeitlichen Rahmen. Der Stadtrat hingegen argumentiert mit Blick auf die Rolle Bülachs als Zentrumsgemeinde. Diese ist massgebend von stetig zunehmenden Aufgaben und der Regionalisierung geprägt. Dem zu folge gilt es, die Verwaltung auf die kommenden Herausforderungen vorzubereiten, eine optimale Erreichbarkeit zu garantieren und die Stadtentwicklung aktiv mitzugestalten. Der Stadtrat ist der Überzeugung, dass der Standort im Hertiquartier diesen Anforderungen besser gerecht wird. Die Kommission für Stadtgestaltung unterstützt diese Einschätzung.

Die Vorlage wird heute offiziell dem Gemeinderat übergeben, welcher über die Gültigkeit der Initiative befindet. Er bestimmt bis voraussichtlich Mitte März 2014, ob sie zusammen mit dem Gegenvorschlag dem Bülacher Stimmvolk vorgelegt werden soll. Eine allfällige Volksabstimmung wäre dann im Spätherbst 2014 zu erwarten.

Antrag und Weisung an den Gemeinderat

Christian Mühlethaler
Stadtschreiber
Tel. 044 863 11 25
E-Mail