Projekt neue Asylunterkunft sistiert

Der Stadtrat hat entschieden, das Projekt für den Neubau eines Asylzentrums am Müliweg zu sistieren. Anfangs Oktober 2012 beantragte er dem Gemeinderat dafür einen Kredit von 5,083 Millionen Franken zu bewilligen. Gründe für das Sistieren des Vorhabens sind einerseits die Entwicklungen im  Asyl-Bereich auf Bundesebene. Andererseits die Möglichkeit, den Pachtvertrag der heutigen Asylunterkunft in Bülach Nord zu verlängern.

Entwicklungen auf Bundesebene

Die Bundesbehörden prüfen, ob die Asylsuchenden künftig vermehrt in Bundeszentren untergebracht werden könnten. Damit würden weniger Asylsuchende auf die Gemeinden verteilt.

Unklar ist, wie sich die geplante Ausweitung der erfolgreich eingeführten 48 Stunden-Gesuchsabwicklung und Rückführung von Asylsuchenden auf weitere Länder, auswirken wird. Die Folgen für Bülach können noch nicht abgeschätzt werden.  Der Bund verfolgt jedoch das Ziel, die Zahl der Asylsuchenden in den Gemeinden zu reduzieren.

Mögliches Verlängern des Pachtvertrags

Die Allreal Holding AG ist die künftige Eigentümerin des Grundstücks, auf dem das heutige Asylzentrum und das Kultur- und Begegnungszentrum Guss39 stehen. Sie stellte in Aussicht, dass der Pachtvertrag um ein paar Jahre verlängert werden kann. Diese Option soll eingehender geprüft werden.  

Der Stadtrat hat deshalb entschieden, das Projekt der neuen Asylunterkunft zu sistieren. Dies ermöglicht, mehr über die Auswirkungen der eidgenössischen Asylpolitik auf Bülach zu erfahren.  Sobald dies abgeklärt ist und die Vertragsverhandlungen mit der Grundeigentümerin geführt worden sind, wird der Stadtrat definitiv über das weitere Vorgehen entscheiden.

Christian Mühlethaler
Stadtschreiber
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