Die Stadt Bülach trägt das Label „Energiestadt" seit 1999. Im Herbst 2008 ist sie bereits zum dritten Mal nach erfolgreich durchlaufenem Audit rezertifiziert worden. Die Labelkommission des Trägervereins Energiestadt würdigt im Prüfungsbericht die nachweisbaren und vorbildlichen Resultate in der Entwicklung der kommunalen Energiepolitik. In den vergangenen zehn Jahren verbesserte Bülach den Umsetzungsgrad der für die Stadt möglichen Energiestadt-Massnahmen von 58 auf 71 Prozent. Zu den energiepolitischen Highlights der letzten Jahre gehören.
In der Schweiz leben 3,2 Millionen Einwohner in 211 Energiestädten (Stand Mai 2010), das sind 42.5% der insgesamt 7,4 Millionen Einwohner. Das Gütesiegel ist in allen vier Landessprachen und in den meisten Ländern Europas als geschütztes Markenzeichen eingetragen. Die Gemeinde kann das Label Energiestadt für ihr Standortmarketing verwenden!
Ein kluges Energiemanagement zahlt sich in Franken und Rappen aus. Ganz zu schweigen vom Imagegewinn und von den Vorteilen fürs Standortmarketing: Energiestädte zeigen, dass sie an morgen denken. Sie sind Vorreiter für eine innovative Energiepolitik.
Mit dem Label Energiestadt leisten Städte und Gemeinden einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität. Sie setzen ein zukunftsweisendes, nachhaltiges Energiemanagement um. Energiestadt wird so zum bewussten Prozess mit vielen konkreten Schauplatzen. Energiestädte werden deshalb als moderne Gemeinden wahrgenommen.
Erneuerbare Energien werden gefördert. Das Baugewerbe im Allgemeinen und Unternehmen aus dem Energiebereich im Speziellen profitieren von Aufträgen, die ganze Bevölkerung von der besseren Luft. Die Chancen für neue Arbeitsplätze und den Zuzug neuer Steuerzahler stehen gut. Junge Leute haben bessere Zukunftsperspektiven.
Energiestädte machen öffentlichen- und Individualverkehr durch Mobilitätsmanagement zu Partnern. Ein hervorragendes ÖV-Angebot, sichere Verkehrswege und eine mustergültige Verkehrsrichtplanung tragen dazu bei. So wird insgesamt weniger Energie verbraucht, mehr Sicherheit gewährleistet und die Luft weniger belastet.
Energiestädte oder die gemeindeeigenen Betriebe richten ihre Dienstleistungen an den Bedürfnissen der Kundschaft aus. Zum Beispiel Bottmingen:
Die Gemeinde leistet Förderbeiträge für Gebäude mit niedrigem Heizenergiebedarf und vorbildlichen Haustechnikanlagen. Auch Warmwasser-Sonnenkollektoren und der Bezug von Solarstrom werden von der Gemeinde finanziell unterstützt.
Die Mitgliedschaft im Trägerverein ist der erste Schritt hin zum Energiestadt-Label. Partner auf dem Weg geht einen Schritt weiter:
Es ist Anerkennung für Gemeinden, die ihre Energiepolitik mit dem Energiestadt-Instrumenten strukturieren. Das Label Energiestadt erhalten Gemeinden, Städte oder auch Regionen, wenn sie mehr als 50 Prozent der möglichen Massnahmen realisiert oder beschlossen haben.
Energiestadt GOLD: Die höchste Auszeichnung für Energiestädte ist der „European Energy Award®Gold”. Bedingung ist, dass mehr als 75 Prozent der möglichen Massnahmen realisiert oder beschlossen sind. Die Details zum Zertifizierungsprozess finden Sie im Reglement, die konkreten Schritte zum Label im Ablauf.
Zusammen mit externen, von Energie-Schweiz für Gemeinden akkreditierten, BeraterInnen wird anhand des standardisierten Massnahmenkatalogs die Gemeinde in sechs energiepolitisch wichtigen Gebieten untersucht.
Anzahl mögliche Punkte (gemeindespezifisches Potenial) | 452 Pt. |
Für das Label Energiestadt® notwenige Punktzahl (50%) | 226 Pt. |
Für das Label European energy award® Gold notwenige Punkte (75%) | 339 Pt. |
Anzahl erreichter Punkte (effektive Punkte) | 321 Pt. |
Die Stadt Bülach hat 71% der möglichen Punktzahl erreicht und ist somit bereits zum dritten Mal rezertifiziert worden.